36. Internationales Schwimmfest des SC Herford
- Zum Gedenken an Rolf Sypli und die Begründer des Schwimmfestes Günter Langer und Paul Kaiser -
im Freibad “Im Kleinen Felde” in Herford.
28 Mannschaften hatten die Einladung des SC Herford zum 36. internationalen Schwimmfest im Freibad „Im kleinen Felde“ angenommen. 570 Schwimmerinnen und Schwimmer kämpften in den zwei Tagen mit 2.509 Einzelstarts und 55 Staffeln um Medaillen. Am Ende holten die Gäste des MKP Slowianka Gorzow aus Polen den Mannschaftspokal mit 839 Punkten vor dem 1. Paderborner SV (687 Punkte) und dem Gastgeber SC Herford (551 Punkte).
Der beste Schwimmer des Turniers war Patryk Laser vom polnischen Club UKS Starograd, der die 100 Meter Freistil in 56,04 Sekunden schwamm.Bester Herforder Akteur war hier der Brustschwimmer Henrik Terholsen (TG Herford), der die 100 Meter Brust in 1:14,78 Minuten schwamm. Beste Schwimmerin über die 200 Meter Freistil war Katharina Stephan (GW Wittenberg), die mit der Spitzenzeit von 2:12,91 Minuten anschlug. Als beste Herforderin wurde Jenna-Marleen Kemena über die 100 Meter Freistil in 1:08,51 Minuten ausgezeichnet. Wer eine der 144 Urkunden mit nach Hause nehmen durfte, sah ein ungewohntes Bild, statt der Herforder Skyline war dieses Mal das MARTa-Museum abgebildet. „Eine sehr gute Idee“, fand Jürgen Brocks, SCH-Gesamtvereinsvorsitzender. „So wird das Herforder Museum von Amsterdam bis Danzig beworben.“ Einen neuen Service bot der SCH an: Die Gäste konnten sich T-Shirts besticken lassen. „Aber hier werden auch Schwimmanzüge auf die neusten Vorgaben geändert“, sagte Brocks. Lange Schwimmanzüge sind verboten, die Schultern müssen jetzt frei und die Beine kurz sein.
Beim Einmarsch der Mannschaften freute sich Abteilungsleiter Bernd Böhmer über „die Gemeinschaft und Freundschaft über Ländergrenzen hinweg. Wir richten das Turnier seit 36 Jahren aus, einiges hat sich verändert, aber trotzdem hat hier einiges Tradition, wie dieser Einmarsch hier“, sagte er. Landrat Christian Manz war beeindruckt von dem Bild, das er im Freibad erstmals sah: „Dieses Fest macht Herford über die Ländergrenzen bekannt und es entstehen nationale und internationale Freundschaften, das ist wunderbar.“ Auch der stellvertretende Bürgermeister Andreas Rödel war begeistert: „Europa kann man nicht beschließen, aber ihr hier lebt Europa.“ Besonders beeindruckt waren aber die drei polnischen und zwei niederländischen Teams vom sportlichen Niveau und von der Gastfreundschaft. „Die Mannschaft aus Gorzow ist sehr jung, fast alle sind zum ersten Mal hier“, übersetzte Malgosia Lademann-Böhmer und sah dabei in lachende Sportleraugen. Aber dieses Glänzen in den Augen hatte auch SCH-Vorsitzende Jürgen Brocks. „Das Flair stimmt und wir haben treue Gäste, die meisten kommen immer gerne wieder, es hat sich zu einer guten Tradition entwickelt.“
Tradition hat auch das Ehemaligentreffen. Zwar waren nicht so viele Aktive wie sonst dabei, dafür aber verdiente Ehrenamtliche und Wasserballer, die in einer gemütlichen Runde vergangene Zeiten wieder aufleben ließen.
Die Folgen des Staues auf der Autobahn 2 Richtung Herford traf auch den gastgebenden SC Herford. Erst meldet sich das Team aus Ahlen, dann folgten Warendorf, Ennigerloh und Wiedenbrück. Sie alle standen im Stau und kamen daher nicht pünktlich zu den ersten Läufen des großen Herforder Schwimmfestes am Samstag.
Eine Dreiviertelstunde nach dem ersten Start freute sich Starter Franz Brückl: „Jawoll, jetzt haben wir den ersten Lauf mit allen acht Startern.“ Zuvor fehlten immer wieder Aktive. Aber Schiedsrichter Harald Laabs hatte die Probleme schnell beseitigt. Immer wenn eine Bahn frei blieb, sortierte er die später eingetroffenen Schwimmer mit ein, so dass am Ende doch alle starten konnten. Vier Läufe wurden einfach angehängt. „Das ist ein Einladungswettkampf und keine Meisterschaft, außerdem brauchen einige noch Meldezeiten für Meisterschaften“, zeigte er viel Verständnis für die Schwimmer und die unplanbaren Umstände. Am Ende des Tages hatte sich der Zeitplan nur um eine Viertelstunde verschoben. Das lag aber auch daran, dass die Freistilwettkämpfe durch Doppelstarts abgehandelt wurden. Zehn Sekunden nach dem ersten Lauf schickte Laabs den zweiten Sportler hinterher. Der erste Schwimmer musste sich rechts halten, der zweite nutzte die linke Seite der Bahn. „Ungewöhnliche Umstände fordern entsprechende Maßnahmen“, lachte Laabs. „Die Aktiven machen gut mit und im Training geht es ja auch so.“ Über die gute Organisation freuten sich auch die Gastgeber, Abteilungsleiter Bernd Böhmer war von Laabs’ Organisation total begeistert. „Schon beeindruckend, wie er die Umstände meistert und trotzdem alles läuft“, freute er sich. B
öhmer und die zahlreichen Helfer hatten die zwei Tage einmal mehr gut durchorganisiert und alles bestens im Griff. Die Übernachtungsgäste waren in Turnhallen untergebracht oder zelteten auf der Wiese im Freibad. Morgens hatte der SCH rund 200 Frühstücksgäste. „Mehr geht aber wirklich nicht“ sagte Böhmer dazu und freute sich trotzdem über den regen Andrang. Als Dankeschön für die gute Mitarbeit lädt der SCH-Vorstand alle Helfer am 22. Juni in die Herforder Brauerei ein.

1 Kommentar
Jetzt ins kühle Nass zuspringen hätte was, nach nem ganzen Tag Pfeifen beim Spatzenberg Cup
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