Exter: Gro­ßer Preis der Her­for­der Brauerei.

Michael Symm­angk gewinnt den gro­ßen Preis auf Pikeur Mer­ce­des, Titel­ver­tei­di­ger Friedrich-Wilhelm Kol­ler wird mit Cha­ris feh­ler­frei Zwei­ter. Auf Pikeur For Fun sichert sich Symm­angk auf Rang drei.

Der Titel­ver­tei­di­ger reiste eigens zum gro­ßen Preis nach Exter an, doch Friedrich-Wilhelm (“Fritze”) Kol­ler war mit Cha­ris im Ste­chen zu lang­sam. Der Sie­ger, Michael Symm­angk, war im Gro­ßen Preis der Her­for­der Braue­rei mit Pikeur Mer­ce­des 0,7 Sekun­den schnel­ler und blieb wie Kol­ler fehlerfrei.

Kol­ler, eigent­lich Stamm­gast in Exter, hatte erst spät genannt und kam auch nur für den einen Ritt nach Exter. Mit sei­nem acht­jäh­ri­gen West­fa­len Cha­ris blieb er im ers­ten Umlauf feh­ler­frei und qua­li­fi­zierte sich damit für das Ste­chen. Der Her­for­der Berufs­rei­ter Michael Symm­angk ging mit zwei Pfer­den an den Start und qua­li­fi­zierte sich mit bei­den für das Ste­chen. Mit dem acht­jäh­ri­gen West­fa­len Pikeur For Fun hatte er einen Abwurf und wurde Drit­ter, doch mit Pikeur Mer­ce­des blieb Symm­angk feh­ler­frei und war auch noch der Schnellste.

Der Deut­sche Meis­ter Felix Haß­mann hatte gleich drei Pferde für das Sprin­gen genannt, aber nur mit dem Letz­ten, Horse Gym’s Lia­nos, kam er ins Ste­chen, wo er als Letz­ter der sechs dafür Qua­li­fi­zier­ten in den Par­cours musste. Rich­ter Mat­thias Zan­der hatte das Exte­ra­ner Publi­kum wie immer gut mit­ge­nom­men und einen schnel­len Ritt Haß­manns ange­kün­digt. Der begann auch forsch, hatte dann aber einen Rol­ler beim vier­ten von acht Hin­der­nis­sen. Ein lau­tes “Ohhh” ging durch die Zuschau­er­rei­hen, die am Sonn­tag end­lich bes­ser gefüllt waren. Am Ende jubelte Symm­angk, der als drit­ter von sechs Star­tern den Sieg ein­heimste. Doch auch Kol­ler hatte gut lachen und lobte den Par­cour­s­chef:, “Da hat er uns eini­ges abver­langt, ich komme immer wie­der gerne nach Exter”, schmun­zelte der Rou­ti­nier und nahm die Schleife von Wil­fried Weit­kamp entgegen.

Die Gast­ge­ber des RV “von Bis­mark” Exter waren mit den drei Tagen alles in allem zwar zufrie­den, fan­den aber auch Ver­bes­se­rungs­wür­di­ges. Der Vor­sit­zende Hans-Herbert Ober­mowe ärgerte sich über die sehr schwa­che Starter­fül­lung in der Dres­sur. “Wir tun alles für die Akti­ven, der Platz ist super und dann kom­men so viele nicht, das gehört sich ein­fach nicht.” Er dachte laut dar­über nach, das Pro­gramm im nächs­ten Jahr auf einen Tag zu strei­chen oder die Dres­sur ganz aus­fal­len zu las­sen. “Wir sind ja einer der weni­gen Ver­eine, die über­haupt noch Dres­sur­prü­fun­gen anbie­ten.” Ob das im nächs­ten Jahr auch so sein wird, ist frag­lich. Die Sie­ger aller­dings freu­ten sich über die guten Bedin­gun­gen und Helen Lan­ge­ha­nen­berg (Müns­ter), die sich mit Royal Hapi­ness den Sieg in Exter sicherte und sich damit für das Bun­descham­pio­nat qua­li­fi­zierte, strahlte: “Heute ist das Wet­ter doch ange­nehm, es passte alles.”

Das Wet­ter ver­langte Akti­ven wie Zuschau­ern alles ab, die große Hitze war wohl ein Grund für zahl­rei­che Absa­gen und die schwa­che Zuschau­er­re­so­nanz an den ers­ten Tagen. Der Rasen des Haupt­plat­zes litt zwar etwas, wurde aber jedes Mal wie­der per­fekt vor­be­rei­tet, mit Sand auf­ge­schüt­tet und gewäs­sert, so dass die Spring­rei­ter beste Bedin­gun­gen vor­fan­den. Das Gewit­ter am Sams­tag zog erst auf, als die Prü­fun­gen alle absol­viert waren. “Der Regen tat aber rich­tig gut”, freute sich Ober­mowe. Er hatte anfangs auch Beden­ken wegen des tro­cke­nen Stop­pel­fel­des, “da muss nur jemand eine Kippe hin­wer­fen, dann brennt es.” Doch hier pas­sierte zum Glück nichts, auf dem Feld fan­den alle Zuschauer einen Park­platz. Auch Friedrich-Wilhelm Kol­ler, der erst Sonn­tag Nach­mit­tag zum S-Springen kam und die Schleife des Zweit­plat­zier­ten mitnahm.

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