31. Hoekerfest Abendrennen um den großen Preis der Sparkasse Herford
Die beiden Herforder Philipp Müller und Daniel Klemme hatten beider 31 Auflage des Herforder Hoekerfest-Abendrennens das gleiche Ziel, denn der Sieger hätte den Aufstieg in die A-Klasse geschafft. Nach 60 Runden (entsprechen 60 Kilometern) blieb beiden nur der Konjunktiv. Das hätte, wenn und aber verhinderte die Umsetzung dieses Ziels.
Wäre Daniel Klemme nicht gestürzt und hätte sich das Knie nicht aufgeschlagen, hätte einer der beiden eine Wertung mehr geholt, wären Viktor Slavik und Richard Tomalla nicht so schnell gewesen - ja, dann wäre einer der beiden wohl in die A-Klasse aufgestiegen. Dann allerdings hätten sie künftig beim Herforder Hoekerfestrennen nicht mehr starten dürfen.
So erging es dieses Mal auch schon fünf anderen Herforder Fahrern, die das Trikot des RC Endspurt tragen: Sie mussten zuschauen. Damit waren nur die beiden genannten Lokalmatadoren am Start - und die trugen dann auch noch das Trikot des SC Wiedenbrück, für den sie starten. Der Herforder Endspurtler Thomas Gruner stieg nach 20 Runden vom Rad und grinste: “Das ist besser als Training.”
Und auch Nils Babenhauserheide (RC Endspurt), der erstmals ein Rennen der B/C-Klasse bestritt, fuhr nicht bis zum Ende mit. Dass Daniel Klemme bis zum Ende mitfahren durfte, war auch ein wenig Glück und der Jury zu verdanken. Klemme war gestürzt und laut Regelment hätte er nicht mehr weitermachen dürfen, aber die Jury drückte ein Auge zu, da sich der Herforder nur das Knie aufgeschürft hatte, sich wieder aufrappelte und das Rennen wieder aufnahm. Am Ende reichte es doch nicht ganz. Dass es ohne weitere Stürze und damit ohne Verletzte zuging, freute die Ausrichter. Das Teilnehmerfeld war schon vor dem Start arg zusammengeschmolzen, was wohl am Wetter lag. Klaus Augustin hatte gehofft, “dass mehr Fahrer nachmelden und wir doch auf rund 100 Starter kommen.” Dazu reichte es beim letzten Rennen an einem Freitag Abend nicht ganz: Von den 100 gemeldeten Fahrern hatten sich letztlich nur 53 Aktive am Start eingefunden. Nun bleibt abzuwarten, wie die Termin-Änderung - schon im nächsten Jahr soll an einem Sonntag Nachmittag gefahren werden - von den Aktiven aufgenommen wird.

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