Frauenfußball Bundesliga: Herforder SV - 1. FFC Frankfurt 0:7 (0:2)
Es war die höchste Saisonniederlage für die Herforderinnen, die die elfte Pleite im 13. Saisonspiel hinnehmen mussten. Die Gäste aus der Mainmetropole dagegen bejubelten ihren zehten Sieg in Folge und bleiben Spitzenreiter Tubine Potsdam aus den Fersen. Es war eigentlich ein Wunder, dass der Rasen im Jahnstadion bespielbar war. Auf dem aufgeweichten Rasen lief es wie erwartet: Der haushohe Favorit setzte sich durch, auch wenn das 7:0 (2:0) nicht aussagt, dass auch der Außenseiter seine Möglichkeiten hatte. Der Tabellenletzte ackerte nach Kräften, attackierte die Gäste und kam zu Chancen. Der FFC Frankfurt war jedoch spielerisch dominant und abgezockt, wußte auf jede Herforder Attake eine spielerische Antwort. So war es Laura Feiersinger in der 48. Minute, die nach einer Hereingabe von Anna Laue Millimeter am Ball vorbei rutschte und damit das 1:2 verpasste. Im Gegenzug markierte die überragende Birgit Prinz das 3:0. FFC-Trainer Sven Kahlert war mit dem Auftritt seines Teams zufrieden: „Ich hätte euch ein Tor gegönnt, auch wenn ich froh bin, dass wir ‚zu Null’ gespielt haben“, sagte Frankfurts Trainer Sven Kahlert, der beiden Teams „ein Kompliment“ dafür aussprach, „dass bis zum Ende versucht wurde, ein Tor zu schießen“. Herfords Jürgen Prüfer sah trotz der deutlichen Pleite auch viel Gutes: „Wir hatten vor der Pause zwei gute und direkt nach dem Wechsel eine sehr gute Chance. Hätten wir da das 1:2 erzielt, hätten wir das Spiel sicher nicht gedreht, aber ein 2:6 oder 2:7 hört sich nun mal besser an als ein 0:7“, meinte er. Mut gibt den Herforderinne die „gute Phase“ zwischen dem 0:2 und dem 0:3, in der es der Mannschaft gelang, selbst einen Klassegegner wie Frankfurt durch frühes Attackieren zu Fehlern zu zwingen. Genau das will Prüfer sehen. „Wir wollen nicht in jedem Spiel die Taktik umwerfen. Es gehört schon Mut dazu, gegen ein Team wie Frankfurt so offensiv aufzutreten“, meinte er. Das Spiel am Samstag gegen den VfL Wolfsburg rief Prüfer zum “Endspiel” aus.
Herforder SV: Rinkes; Wermelt, C. Schulte, Lenz (63. Drewitz), Jaques, Nolte, Voss, Laue (77. L. Schulte), Feiersinger, Gröbner (73. Torreele), Pollmann
1. FFC Frankfurt: Angerer; Lewandowski, Hingst, Thunebro, Behringer (56. Garefrekes), Bartusiak, Weber, Landstroem (56. Pohlers), Huth (69. Marozsan), Prinz, Smisek
Tore: 0:1 Prinz (6. Foulelfmeter), 0:2 Behringer (12.), 0:3 Prinz (55.), 0:4 Pohlers (65.), 0:5 Prinz (72.), 0:6 Marozsan (75.), 0:7 Marozsan (90.)

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