Basketball, 1.Regionalliga Herren: BBG Herford – Telekom Baskets Bonn II 93:67

Nach dem Auswärtserfolg in Salzkotten ist dem Basketball-Erstregionalligisten BBG Herford nun auch der erste Heimsieg in dieser Saison geglückt. Dank einer taktisch und spielerisch überzeugenden mannschaftlichen Leistung bezwang das klar dominierende Team von Trainer Stefan Schettke die zuvor punktgleichen Telekom Baskets Bonn II mit 93:67 (19:18, 18:12, 32:14, 24:23).
„Morgen bist du der schönste Basketballer Deutschlands“, tröstete Dagmar Steffen ihren Sohn Christoph, der zu Beginn der zweiten Halbzeit beim Stand von 41:33 nach einem Foul seines Gegenspielers Luca Mertz mit einer Kopfprellung verletzt ausschied und eine stark ausgeprägte Schwellung an der Schläfe als unerwünschtes Andenken behielt. Bis zu dieser fatalen Schrecksekunde hatte Christoph Steffen als Hauptbewacher den bislang ligaweit erfolgreichsten Schützen, Philip Dante Godfrey, tadellos in Schach gehalten. Vom personellen Rückschlag ließ sich die BBG jedoch nicht beeindrucken – im Gegenteil!
„In dieser Situation hat die Mannschaft großen Charakter bewiesen und sogar eine Schippe draufgelegt“, freut sich Coach Schettke über die „tolle Moral.“ Wenige Sekunden nach Steffens Ausscheiden sorgte Daniel Jokubaitis mit dem ersten erfolgreichen Distanzwurf des Abends für die erstmalige zweistellige Führung (47:35).
Danach vergrößerte sich der Vorsprung kontinuierlich. Nachdem Bonn vor dem Seitenwechsel siebenmal kurzzeitig in Führung lag, drehte die BBG im dritten Abschnitt mit insgesamt 32 Punkten zur Höchstleistung auf. „Das war unser bisher stärkstes Viertel in dieser Saison“, schlussfolgert Stefan Schettke aus dem daraus resultierenden 25-Punkte-Polster (69:44), dass in der 36. Minute mit 31 Zählern seinen Scheitelpunkt (87:56) erlebte und erst in der Schlussphase bedingt durch größere Herforder Personalrotation geringfügig an Wert verlor.
Zu Schettkes Freunde schlüpfte Omar Zemhoute erfolgreich in Steffens defensive Sonderrolle: Godfrey gelangen nur elf Punkte – so wenig wie in keinem Spiel zuvor. „Immerhin war Godfrey mal während seiner Zeit in Mönchengladbach der Top-Scorer der 2. Bundesliga.“
Den ersten Heimsieg dieser Saison stuft Schettke durchaus hoch ein: „Bonn ist eine gute Mannschaft, die sich gegen die Spitzenteams bisher sehr teuer verkauft hat. Daher hatten wir in der ersten Halbzeit auch etwas Probleme mit der Intensität und einige Leichtsinnsfehler produziert. Das hat ein paar Nerven gekostet.“
Die personellen Probleme in den Reihen der ehemaligen Bundeshauptstädter werten den Heimerfolg keinesfalls ab, zumal die BBG Niklas Kiel und Thomas Gajda zu ersetzen hatte. Letztgenannter prellte sich beim Hanteltraining den Fuß.

BBG Herford: Gronau (3), Herr, Zvinklys (12), Steffen (7), Jokubaitis (17), Zemhoute (4), Kitatu (7), Szewczyk (16), Schroedter, Golembiowski (27).

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